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Wie alles begann

Eigentlich „recherchierte“ ich, Ilona, schon seit langem zum Thema Tierschutz ohne dass es mir wirklich bewusst war. Ganz im Gegenteil, ich wollte nichts zu tun haben mit all diesen fanatischen Tierschützern, die retten ohne Sinn und Verstand und mit Sprüchen daher kommen wie „Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere“ oder sowas in der Art.

Unbewusst war ich immer auf der Suche nach den Leuten, die mit Herz und Verstand professionellen Tierschutz machen ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken und grauenhafte Bilder und Videos von gequälten Tieren auf ihren Seiten präsentieren zu müssen mit Ankündigungen wie „…wenn Sie für Hund X nicht spenden, wird er morgen getötet“.

Dieses ständige Suggerieren von Schuld, wenn man nicht jetzt und sofort mit Geld, Platz oder sonst was hilft, war und ist mir echt zuwider. Es kann doch nicht sein, dass viele Tierschützer sich lieber untereinander gegenseitig bekriegen, anstatt für die Sache zu kämpfen oder innerhalb kürzester Zeit an einem Burnout-Syndrom leiden, weil sie ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder es da nur Leute gibt, die mit ihren Mitmenschen ein Problem haben.

Es musste noch andere geben und allmählich tauchte ich, auf der Suche nach Antworten, immer weiter ein. Und so begann alles im Sommer 2008 ganz harmlos mit genau diesem Bild:

Anou - Wie Alles begann

Da lachte mich in einem Thread in einem Forum dieser Hund an und ich habe die Thread-Erstellerin nicht wirklich verstanden – warum man einen Hund, der in irgendeiner Tötung in Portugal sitzt und nur noch wenige Tage zu leben hat, einfach so in ein Forum einstellt. Weil sie dieses Elend mit anderen teilen musste, war die banale Antwort. Ja, meine Güte, da sitzt ein kleiner Hund, nicht mal ein Jahr alt mit zwei weiteren gleich alten Hunden (Geschwister?) in einer Tötung, die dafür bekannt ist, die Tiere da einfach verhungern und verdursten zu lassen und das einzigse, was einem dazu einfiel, war, sich Luft in einem Tierforum zu machen?

Dieser kleine Hund schaute so hoffnungsvoll in die Zukunft, da kann man doch nicht wegschauen. Und so begann ich zu organisieren: ich buchte und finanzierte einen Flug nach Portugal für mich und 5 Hunde (wenn ich als Einzelperson 5 Hunde mitbringen durfte, dann nehme ich natürlich auch 5 Hunde mit zurück ? ). Über das Forum wurden nun Geldspenden gesammelt für Unterbringung und Vorbereitung der Hunde für die Ausreise nach Deutschland. Es wurde organisiert, dass Anou – die Hündin auf dem Bild – mit ihren beiden Freundinnen Jule und Coco und einem Straßenhund namens Snow über 500 km einfach zu ihrer Pflegestelle gebracht wurden, von wo ich sie dann abholte bei meiner ersten Portugalreise im Oktober 2008.

Jule - Wie Alles begann

Coco - Wie Alles begann

Snow - Wie Alles begannOscar und Anou - Wie Alles begann       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wurden für zwei Hunde direkt Endstellen gefunden, für die anderen drei Hunde bekam ich in unseren Tierheim einen Platz. Und auf einmal gelang ganz selbstverständlich etwas, was vorher unmöglich schien und so konnten damals mit Wille, tatkräftiger Energie und ganz viel Teamgeist 5 Hunde gerettet werden, von denen sonst 4 qualvoll gestorben wären und von deren Existenz niemand wohl je etwas erfahren hätte und über die mit ein paar mitleidigen „Oh wie schlimm und traurig“-Postings in einem Forum auch schnell drüber hinweg gegangen worden wäre.

Und was sind es allesamt für zauberhafte Wesen und was machen sie ihren Menschen für Freude und wie glücklich sind sie hier alle nun selbst geworden. Ja, natürlich haben sie hier alle im Handumdrehen ihre Menschen und ein liebevolles Zuhause gefunden.

Nicht nur für die Hunde hat sich mit ihrer Rettung alles geändert, nein, auch mein Leben hat sich von Grund auf geändert. Ich stand nun nicht mehr als Beobachter davor und kommentierte die Geschehnisse in anderen Ländern, von meinem geregelten und geschützten Alltag in Deutschland aus, sondern nun stand ich also selbst mit beiden Beinen mittendrin und habe gesehen, was wirklich los ist und noch besser, ich habe gefühlt und gespürt, wieviel Hilfe noch auf der Welt notwendig sein wird, bis auch in anderen Ländern mal ein ähnliches Bewusstsein Tieren gegenüber herrscht wie bei uns.

Dem aufmerksamen Leser ist sicher nicht entgangen, dass es einen Hund Nummer 5 gab, der mit ausfliegen durfte. Es war Oscar, ein Hund, den Ana, eine portugiesische Tierschützerin, aus einer Tötung gerettet hatte und seit zwei Jahren jeden Tag 15 Euro für ihn bezahlte für eine schäbige Pension, in der er Fressen in einem kleinen Hundezwinger bekam und, wenn man den Hundezwinger 1x am Tag sauber machte, mal eben kurz raus durfte. Wenn Ana am Wochenende Zeit hatte, besuchte sie ihn und ging mal mit ihm spazieren.

Oscar - Wie Alles begann

Oh, wie gern nahm ich diesen armen Kerl mit nach Deutschland und befreite ihn aus seinem Gefängnis. Nie werde ich unsere gemeinsame Nacht im Hotelzimmer vergessen, wo er glücklich, die Schnauze in meiner Hand, dicht an mich hingekuschelt, tief und fest schlief, offensichtlich schon am Ziel all seiner Wünsche und Träume.

Und noch heute steigen mir Tränen der Rührung in die Augen, wenn ich daran denke, wie er bei unseren ersten Gassigängen in jedes Auto schauen wollte, auf der Suche nach Ana. Diese unglaubliche Freundlichkeit Menschen gegenüber und diese unglaubliche Loyalität, gepaart mit intelligenten und witzigen Eigenaktivitäten dieser Hunde, hat mich ganz tief im Herzen berührt und ich glaube, in dieser Nacht im Hotel mit dem zufrieden grunzenden Oscar im Arm, habe ich begriffen, dass viele seiner Freunde eine Chance brauchen, um endlich auch glücklich sein zu dürfen. Und ich glaube, in dieser Nacht habe ich den portugiesischen Hunden versprochen, wieder zu kommen und so gut ich kann zu helfen.

Anou - Wie Alles begann

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